Vermögensaufbau mit Fonds

Fonds kaufen

Investmentfonds eignen sich hervorragend zum langfristigen Vermögensaufbau. Anders als Aktien sind Fonds für Einsteiger wie Börsenkenner eine einfache und renditestarke Alternative zur Geldanlage. Worauf Sie beim Kaufen von Fonds und Fondssparen achten sollten, wie Sie nachhaltig erfolgreiche Fonds finden und welche Fondsvarianten Sie kennen sollten, erfahren Sie in unseren 8 Tipps rund um die Fondsanlage.

Fonds kaufen

Fonds kaufen - das Wichtigste in Kürze

Investmentfonds werden von professionellen Vermögensverwaltern gemanagt, die das Anlagekapital in mehrere Wertpapiere investieren.
Eine günstige Alternative zu Investmentfonds sind passiv gemanagte Exchange Traded Funds (ETFs) - mehr dazu in unseren Ratgeberartikeln ETF kaufen und ETF-Sparplan.
Wichtig: Zentrale Vorteile von Fonds sind die Risikostreuung der Geldanlage sowie die Konkurssicherheit. Bei Fonds handelt es sich rechtlich - wie bei Aktien - um Sondervermögen.
Tipp: Sparen Sie sich den Ausgabeaufschlag (Agio), indem Sie Ihre Fonds bei einer günstigen Online-Bank oder über einen Fondsvermittler kaufen. Werfen Sie einen Blick auf das kostengünstige Depot von finanzen.net zero1. Dort können Sie neben Aktien auch Fonds, Derivate und Kryptowährungen (als ETP) ohne Ordergebühren handeln (zzgl. marktüblicher Spreads). Auch für ETF-Sparpläne zahlen Sie keine Ordergebühren, keine Fremdkostenpauschalen und keine Handelsplatzentgelte, nur Spreads.

Fonds kaufen - Empfehlungen & Tipps

Produktempfehlung: Bei den Weltfonds überzeugt der Low Volatility Equity Portfolio A mit einer günstigen Rendite-Risiko-Struktur, unter den Europa-Fonds der Candriam Equities L Europe Innovation C. Beide Fonds gibt's bei finanzen.net zero1.
Zur langfristigen Geldanlage eignen sich auch ETFs mit breiter Streuung, zum Beispiel iShares Core MSCI World UCITS ETF und Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C (beide thesaurierend) sowie ComStage MSCI World TRN UCITS ETF und Lyxor MSCI World UCITS ETF D-EUR (beide ausschüttend).
Für Chancenorientierte interessant: ComStage DAX® TR UCITS ETF (ausschüttend) und Xtrackers DAX UCITS ETF 1C (thesaurierend).
Tipp: Mit OSKAR investieren Sie in bis zu zehn globale ETFs gleichzeitig.

Fonds kaufen zum Vermögensaufbau

Einer Studie der Deutschen Bundesbank zufolge haben rund 80 Prozent der Bürger ihr Kapital zum Vermögensaufbau in verzinslichen Anlagen investiert. Doch wer sein Erspartes in Tagesgeld, Sparbriefen oder Lebensversicherungen steckt, erhält auf sein Kapital nur eine geringe Verzinsung, die derzeit nicht einmal die Inflation ausgleicht. Zinssparer erleiden somit real einen Wertverlust.

Wer Vermögensaufbau betreiben und sein Kapital mehren will, muss daher einen Teil seines Ersparten in Anlagen investieren, die höhere Renditen versprechen. Sehr komfortabel geht das durch den Kauf von Investmentfonds. Sie werden von professionellen Vermögensverwaltern gemanagt, die das Anlagekapital des Fonds in mehrere aussichtsreiche Wertpapiere investieren. Bei Aktienfonds investieren die Fondsmanager in der Regel in mehrere Dutzend Aktien, bei Rentenfonds in entsprechend viele Rentenpapiere, auch Anleihen genannt. Großer Vorteil für den Fondsanleger ist dabei die Streuung des Risikos: Verliert eine Aktie (oder Anleihe) deutlich an Wert, wirkt sich das nur wenig auf das gesamte Fondsvermögen und damit den Wert der Fondsanteile des Anlegers aus.

Die Erfolgsgeschichte von Fonds reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück

Die Idee der Fondsanlage reicht bis ins Jahr 1774 zurück, als der Amsterdamer Kaufmann Adriaan van Ketwich den ersten Fonds auflegte. Sein Fonds „Eendragt Maakt Magt“ („Eintracht macht stark“) investierte in Anleihen aus Europa, aus den niederländischen Kolonien und aus Mittel- sowie Südamerika. Mit seiner Idee war Ketwich überaus erfolgreich und setzte zahlreiche Standards, die auch heute noch gelten.

Fonds zählen zum Sondervermögen

Neben der Risikostreuung ist auch die Konkurssicherheit ein wichtiger Vorteil von Investmentfonds. Bei Fonds handelt es sich rechtlich – wie bei Aktien – um Sondervermögen, das vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt ist und treuhänderisch verwaltet wird. So ist das Geld der Anleger selbst dann geschützt, wenn die Fondsgesellschaft oder die Depotbank pleitegeht. Zudem sind Fondsanleger nicht an Haltefristen gebunden: Fondsanteile können jederzeit ge- und verkauft werden. Und im Internet lässt sich ganz einfach die Entwicklung der Anteilspreise verfolgen.

Erklär-Video: Offene und geschlossene Fonds

Bei geschlossenen Fonds besteht für Anleger immer ein gewisses Verlustrisiko. Was geschlossene Fonds sind und wie Sie sich von offenen Fonds unterscheiden, erklären wir einfach und schnell in diesem 5-Minuten-Erklärvideo: Offene und geschlossene Fonds - Unterschied einfach erklärt!

Alternative: Mit einem Robo-Advisor in ETFs investieren

ETFs sind besonders günstige Fonds und eine Alternative zu aktiv gemanagten Investment­fonds. Über sogenannte Robo-Advisor können Anleger auch mit kleineren Beträgen ihr Risiko streuen und in professionell zusammen­gestellte ETF-Portfolios investieren, zum Beispiel mit OSKAR. Los geht’s hier beispiels­weise schon ab 25 Euro pro Monat – welt­weite Streu­ung inklusive. Auch mit Ginmon investieren Sie voll automatisiert in ausgewählte ETFs.

Hinweis: Mehr Informationen zu digitalen Ver­mögens­ver­waltern sowie zu Kosten, An­la­ge­stra­te­gie und Per­for­mance von Quirion, Scalable Capital, OSKAR und Co. erfahren möchten, dann schauen Sie sich unseren großen Robo-Advisor-Vergleich an.

Wollen Sie sich stattdessen doch lieber in Eigenregie um Ihren Vermögensaufbau kümmern, dann sollten Sie auch beim Kauf von Fonds einige Dinge beachten. Wir haben für Sie unsere acht wichtigsten Tipps zum Vermögensaufbau mit Investmentfonds zusammengestellt.

Tipp 1: Günstige Fondsdepot Bank auswählen

Investmentfonds können Anleger ganz einfach über ihre Hausbank, eine Online-Bank oder über einen Fondsvermittler kaufen. Fondsanleger sollten jedoch bei der Wahl ihrer Bank für das Fondsdepot mehrere Dinge beachten.

So fallen beim Kauf eines Investmentfonds in der Regel hohe Ausgabeaufschläge an. Gerade auch für die bei Fondsanlegern besonders beliebten Fonds fallen schnell Ausgabeaufschläge von fünf Prozent oder mehr an. Beim Kauf von Fondsanteilen im Wert von 5.000 Euro können die Kosten damit schnell bis zu 250 Euro betragen. Zu den beliebtesten Fonds zählen unter anderem der DWS Investa, FONDAK, UniGlobal, DekaFonds, Carmignac Patrimoine, DWS Vermögensbildungsfonds I, der Templeton Growth Fund oder auch der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen.

Ebenso zu beachten: Meist bietet die Hausbank nur den Erwerb der hauseigenen Fonds an, auch wenn es bessere Fonds anderer Anbieter gibt. So empfehlen die Sparkassen-Mitarbeiter zum Vermögensaufbau gerne Fonds der DeKa-Fondsgesellschaft, dem Fondsdienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Bei anderen Instituten ist es ähnlich. Ebenso berechnen viele Hausbanken den vollen Ausgabeaufschlag. Ein Vergleich lohnt sich daher!

Tipp: Sparen Sie sich die hohen Ausgabe­aufschläge, indem Sie Ihre Fonds bei einer günstigen Online-Bank oder über einen Fondsvermittler kaufen. Schon bei der Auswahl des Wertpapierdepots sollten Sie darauf achten, dass Ihr Anbieter eine möglichst große Auswahl an Fonds ohne Ausgabeaufschlag anbietet. Legen Sie zudem Wert darauf, dass Sie Fonds-Sparpläne kostengünstig einrichten können und Ihnen eine breite Palette an Fonds zur Verfügung steht. Werfen Sie zudem einen Blick auf die Gebühren für die Konto-/ Depotführung. Leider verlangen hier viele Anbieter noch immer Gebühren von teilweise 50 Euro pro Jahr. Bei ausgewählten Anbietern erhalten Sie die Depotführung hingegen kostenfrei.

Unsere Empfehlung: Eröffnen Sie ein kostengünstiges Depot bei finanzen.net zero1. Dort können Sie Aktien und alle anderen Wertpapiere ohne Ordergebühren handeln (zzgl. marktüblicher Spreads).

Tipp 2: Die Wahl des passenden Fondstyps

Haben Sie Ihr Fondsdepot eingerichtet, geht es an die Wahl der Fonds. Zunächst müssen Sie sich darüber im Klaren werden, welche Art von Fonds Sie kaufen wollen. Je nach Risikobereitschaft, Renditeziel und Anlagedauer stehen unterschiedliche Fondsgattungen/ Anlageklassen zur Auswahl. Eine allgemeine Aussage darüber, welche Anlageklasse für wen geeignet ist, lässt sich nicht treffen.

Grundsätzlich sollten Sie folgendes beachten: Es gibt Fonds, deren Anlagestrategie eher auf hohe Renditen abzielt (offensive Fonds). Diese sind chancen- aber auch risikoreicher als solche, bei denen der Werterhalt im Vordergrund steht (defensive Fonds), beispielsweise Geldmarkt- oder Rentenfonds. Auch Ihr geplanter Anlagezeitraum ist von Bedeutung: Steht eher ein langfristiger Vermögensaufbau im Vordergrund oder soll das Vermögen eher flexibel und werterhaltend angelegt werden? Grundsätzlich gilt: Wertpapiere, die höhere Erträge versprechen, sind riskanter als weniger rentierliche Anlagen.

Diese Fonds-Typen stehen zur Auswahl

  • Aktienfonds: Mit einem Aktienfonds investieren Sie mit nur einem Wertpapier in eine breite Palette an Aktien, die der Fondsmanager für chancenreich erachtet. Aktienfonds eigenen sich vor allem für chancenorientierte Anleger mit längerem Anlagehorizont. Die realistische Renditeerwartung liegt langfristig bei fünf bis zehn Prozent pro Jahr. Da auch die Kurse von Aktienfonds Schwankungen unterliegen, deutlich steigen aber mitunter zeitweise auch deutlich nachgeben können, eignen sich Aktienfonds vorwiegend für Anleger, die auch bei einer Börsenflaute und Kursrückgängen noch ruhig schlafen und Kursrücksetzer aussitzen können – zur Aktienfonds-Suche.

  • Rentenfonds: Mit einem Rentenfonds (auch Anleihenfonds genannt) investieren Sie in festverzinsliche Wertpapiere von Staaten, Ländern oder Unternehmen. Viele Unternehmen und nahezu alle Staaten der Welt begeben regelmäßig verzinsliche Schuldverschreibungen, um ihre Ausgaben bezahlen oder neue Projekte finanzieren zu können. Dabei hängt die Höhe des Zins unmittelbar vom Risiko ab. Unternehmen und Staaten müssen den Anlegern umso mehr Zinsen bieten, je höher das Ausfallrisiko ist, also die Gefahr, dass die Schulden nicht bedient werden können. Vorteil auch für Rentenfondsanleger: Mit dem Kauf eines Rentenfonds investieren Sie mit nur einem Wertpapier gleich in dutzende solcher Anleihen, streuen Ihr Risiko und reduzieren Ihr Einzelwertrisiko – zur Rentenfonds-Suche.
    Auch unter den Rentenfonds gibt es unterschiedlich risikoreiche: von konservativen Fonds, die in sichere, aber niedrige verzinste Anleihen wie die der Bundesrepublik Deutschland investieren (High Yield-Fonds), bis hin zu Junk Bond-Fonds, die in hoch verzinste, aber risikoreichere Anleihen investieren; beispielsweise die Anleihen eines Unternehmens, das dringend Kapital benötigt, um seine Fabriken zu modernisieren.

  • Mischfonds: Investoren, die nicht selbst über die Anlageklasse entscheiden wollen, finden in vermögensverwaltenden Multi Asset- oder Mischfonds geeignete Produkte. Hier entscheidet das Fondsmanagement auf Basis der im jeweiligen Fondsprospekt festgelegten Regeln, ob der Schwerpunkt eher auf Aktien oder Anleihen gelegt wird – mehr zu diesem Thema lesen Sie in unseren Ratgeberartikeln Mischfonds kaufen und Multi Asset Fonds kaufen – zur Mischfonds-Suche.

  • Dachfonds: Anders als Mischfonds, investieren Dachfonds nicht selbst in Aktien oder Anleihen. Stattdessen investiert der Dachfondsmanager in andere Fonds, die sogenannten Zielfonds. Auch hier gibt es unterschiedliche Arten von Dachfonds. Beispielsweise Dachfonds, die nur in hauseigene Fonds investieren oder Dachfonds, die in spezielle Asset-Klassen oder Anlagethemen investieren, beispielsweise Dach-Hedgefonds.

  • Zielsparfonds: Bei Zielsparfonds (auch Lebenszyklusfonds oder Target-Fonds genannt) handelt es sich um eine relativ neue Fondsgattung, die in erste Linie für die private Altersvorsorge aufgelegt werden. Bei diesem Fondstyp hängt die Zusammensetzung des Portfolios maßgeblich davon ab, wie viel Zeit noch bis zum Zieldatum verbleibt. Je weiter das Zieldatum entfernt, desto höher der (risikoreichere) Aktienanteil. Je näher das Zieldatum und damit der Rentenbeginn rückt, desto höher der Anteil an festverzinslichen Wertpapieren.

  • Garantiefonds: Etwas anders gestrickt sind hingegen Garantiefonds: Wie der Name schon sagt, bieten Garantiefonds dem Anleger die Garantie auf einen Mindestbetrag zum Ende einer festgelegten Laufzeit. Die Kehrseite der Medaille: Wie jede andere Versicherung kostet auch diese Garantie etwas – und zwar Renditepunkte. Denn die Investmentgesellschaft muss einen Teil des Fondsvermögens in Absicherungsgeschäfte stecken, die die Fondsanleger bei Marktrückgängen vor größeren Kursverlusten bewahren. Diese Absicherung kostet den Fondsanleger mehrere Prozentpunkte pro Jahr.

  • Weitere Fondsklassen: Neben den genannten existieren zahlreiche weitere Fondsarten. Mit Immobilienfonds investieren Anleger in Immobilienprojekte. Geldmarktfonds versprechen ihren Anlegern hingegen eine günstige und vor allem fungible Alternative zum Tages- und Festgeld. Rohstofffonds investieren die Anlegergelder hingegen ausschließlich in Rohstoffe bzw. in Wertpapieren von Emittenten, die im Rohstoffsektor tätig sind.

Tipp 3: Fondsvergleich – die besten Fonds finden und kaufen

Nach der Wahl der Fondsgattung geht es nun darum, die besten Fonds der von Ihnen ausgewählten Kategorie zu finden und gegenüberzustellen. Wenn Sie Wert auf persönlichen Kontakt legen, können Sie einen freien Finanzberater aufsuchen oder zu Ihrer Hausbank gehen. Ein solches Gespräch sollten Sie aber immer mit einer gehörigen Portion Skepsis angehen. Denn Finanz- und Bankberater erhalten in der Regel interne Zielvorgaben und haben ein Interesse daran, die eigenen Produkte zu verkaufen.

Empfehlenswert ist es daher, die Fondssuche in Eigenregie durchzuführen. Nutzen Sie hierzu Fondslisten aus bekannten Magazinen (€uro, Stiftung Warentest etc.) sowie Online-Tools zum Fondsvergleich.

Die wichtigsten Auswahlkritierien bei der Fondswahl

Die langfristige Wertentwicklung
Die Kontinuität der Wertentwicklung
Die Performance in verschiedenen Marktphasen (wie schlägt sich ein Fonds in steigenden und wie in fallenden Märkten?
Ein erfahrenes Fondsmanagement

Kommen mehrere Fonds in die engere Auswahl, können Sie zudem noch die Gebühren der Fonds miteinander vergleichen. Neben dem Ausgabeaufschlag, den Sie über Fondsvermittler und ausgewählte Online-Angebote wie finanzen.net zero1geschickt umschiffen können, lohnt auch ein Blick auf die Management-Gebühr oder erfolgsabhängige Gebühren, die sogenannte „Performance-Fee“.

Tipp: Legen Sie auch beim Fondskauf nicht alle Eier in einen Korb und streuen Sie Ihr Risiko! Investieren Sie, je nach Anlagevermögen, in mehrere Fonds, die unterschiedliche Strategien und Investmentschwerpunkte abdecken. Nutzen Sie zum Fondsvergleich auch den Fondsfinder auf finanzen.at. Dort können Sie Fonds ganz einfach nach verschiedensten Kriterien auffinden und miteinander vergleichen.

Gesucht: Die besten Fonds. Unsere Empfehlungen …

Wie Sie sehen, ist nicht nur die Auswahl an Fonds und -kategorien groß, es ist auch gar nicht so einfach, die besten Fonds zu finden.

Wichtig für Sie als Anleger ist vor allem, dass Sie Ihre Fonds ent­spre­chend Ihrer persön­lichen Risiko­neigung auswählen. Für chancen­orientierte Anleger eignen sich aktiv gema­nagte Aktien­fonds als Basisinvestment oder als Bei­mi­schung in einem gut di­versi­fizier­ten Fonds­­portfolio. Als Basis­anlage interessant sind Aktien­fonds, die welt­weit streuen, ebenso wie solche, die vorrangig in Europa in­vestie­ren. Als Anleger streuen Sie damit Ihr Kapital und Risiko auf zahl­reiche Aktien aus vielen Ländern und Branchen, bei weltweit in­vestie­renden Fonds sogar zusätz­lich auf ver­schie­dene Währungs­räume – Währungs­­risiko inklusive.

Eine überzeugende Rendite-Risiko-Struktur in der Kategorie Aktienfonds Welt weist derzeit der Low Volatility Equity Portfolio A (ISIN LU0861579265/WKN A141C0) von AllianceBernstein auf. In den vergangenen fünf Jahren erzielte der Welt-Fonds eine durchschnittliche Jahresrendite von 11,47 Prozent (Stand 10/2020). Im Vergleich dazu legten andere Fonds dieser Anlagekategorie im Schnitt nur um 8,3 Prozent pro Jahr zu. Vorrangiges An­la­ge­ziel dieses Fonds ist ein lang­fris­ti­ger Ka­pi­tal­­zu­wachs. Der Low Volatilty in­ves­tiert hauptsächlich in Un­ter­neh­men, die in In­dus­trie­län­dern beheimatet sind, derzeit vor allem in US-Aktien (Anteil ca. 50%). Neben der Informationstechnologie mit Unternehmen wie Microsoft oder NICE Systems (Anteil Technologie: 23 %) investiert das Fondsmanagement derzeit vor allem im Gesundheits- (z. B. Roche oder Merck & Co.) sowie im Finanzsektor. Besonderheit: Der Fonds von AllianceBernstein wählt vorrangig Ak­tien aus, die ein ge­rin­ge­res Ri­si­ko mit sich brin­gen als der Gesamtmarkt. Finanztest beurteilt den Low Volatility Equity Portfolio A derzeit mit stark überdurch­schnittlich (5 Punkte).

Bei den Europa-Fonds überzeugt der Candriam Equities L Europe Innovation C (ISIN LU0344046155/WKN A0Q2N9). Der aktiv gemanagte Fonds schlägt seine Peergroup eben­falls deutlich. Während der Candriam-Fonds in den vergangenen fünf Jahren durch­schnittlich 13,29 Prozent Rendite pro Jahr erzielte, legten vergleichbare Fonds im Jahres­schnitt nur um 5,1 Prozent zu. Auch beim Candriam-Fonds steht Ka­pi­tal­wachs­tum ganz oben auf der Agenda. Das Fondsmanagement investiert vorrangig in Un­ter­neh­men mit hoher In­no­va­ti­ons­kraft, deren Tä­tig­keits­schwer­punkt innerhalb des Eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­rau­mes (EWR) liegt. Investiert wird schwerpunkt­mäßig in Konsumgüter (22 %), Grundstoffe (19 %) und Industrie/Investitions­güter (17 %), wobei gut 60 % der Unternehmen ihren Firmensitz in Deutschland, Groß­britannien, Frankreich oder der Schweiz haben. Unter den Top-Unternehmen finden sich u. a. deutsche Konsumgüter­hersteller vom Range einer Beiersdorf (Nivea, Tesa) oder Henkel (Persil, Pril). Stiftung Warentest vergibt auch dem Candriam Equities L Europe Innovation C in der „Finanztest“-Bewertung 5 Punkte.

Unsere Empfehlung: Beide Fonds zählen in ihrer Kategorie zu den besten und eignen sich daher sehr gut als Basisanlage zum langfristigen Ver­mögens­aufbau. Wenn Sie einen der Fonds kaufen wollen, sollten Sie aber die hohen Ausgabe­aufschläge (5 Prozent beim Low Volatility, 3,5 Prozent beim Candriam Equities) ver­meiden. Eröffnen Sie zum Beispiel ein finanzen.net zero Depot1, dort erhalten Sie beide Fonds ohne Ausgabe­aufschlag.

Tipp 4: Ausschüttende Fonds vs. thesaurierende Fonds

Investmentfonds gibt es in ausschüttenden und thesaurierenden Varianten. Häufig gibt es den gleichen Fonds auch in beiden Varianten (mit unterschiedlichen Wertpapierkennnummern). Der Unterschied: Ausschüttende Fonds schütten die Erträge des Fonds regelmäßig an die Fondsanleger aus. Bei thesaurierende Fonds werden die Erträge hingegen nicht ausgeschüttet, sondern unmittelbar reinvestiert. Der Wert Ihrer Fondsanteile erhöht sich dadurch.

Einen Unterschied gibt es jedoch hinsichtlich der Besteuerung: Grundsätzlich sind laufende Erträge sowohl bei thesaurierenden wie ausschüttenden Fonds abgeltungssteuerpflichtig. Allerdings spielt der Zeitpunkt eine Rolle, wann der Fonds die Einnahmen als erwirtschaftet verbucht. Bei ausschüttenden Fonds ist der Auszahlungstag für die Steuerpflicht relevant. An diesem Tag wird die Abgeltungssteuer einbehalten. Bei einem thesaurierenden Fonds gelten die Erträge hingegen erst am Ende des Geschäftsjahres als steuerlich zugeflossen.

Tipp: Die thesaurierende Variante ist für Fondssparer empfehlenswert, die nicht auf regelmäßigen Auszahlungen angewiesen sind.

Tipp 5: Ausgabeaufschlag – Fondsdiscount bzw. Fonds kaufen mit Rabatt

Beim Ausgabeaufschlag handelt sich um eine einmalige Gebühr, die beim Erwerb von Fondsanteilen anfällt. Die Höhe des von der Kapitalanlagegesellschaft festgelegten Ausgabeaufschlags ist von Fonds zu Fonds unterschiedlich und liegt bei vielen Fonds bei etwa einem bis fünf Prozent. Beim Fondskauf ist der Ausgabeaufschlag, den Fondsanleger beim Kauf eines Investmentfonds zahlen müssen, ein erheblicher Kostenfaktor.

Tipp: Sparen Sie sich diese hohen Kosten! Fondsvermittler und Online-Banken bieten für viele Fonds Rabatte von bis zu 100 Prozent auf den Ausgabeaufschlag. Mit einem finanzen.net zero Depot1 können Sie neben Aktien auch Fonds, Derivate und Kryptowährungen (als ETP) ohne Ordergebühren handeln (zzgl. marktüblicher Spreads). Auch für ETF-Sparpläne zahlen Sie keine Ordergebühren, keine Fremdkostenpauschalen und keine Handelsplatzentgelte, nur Spreads.

Tipp 6: Der Fondsmanager

Die Qualität eines Fonds hängt wesentlich von der Person des Fondsmanagers ab. Er trifft die Entscheidung darüber, welche Wertpapiere Eingang in den Fonds finden und welche nicht.

Gute Vermögensverwalter und Analyseteams besuchen regelmäßig das Management und die Fertigungsstätten der Firmen und verschaffen sich so einen tiefen Einblick in die Unternehmen. Zudem investieren die besten Fondsmanager weitgehend unabhängig von bestimmten Vergleichsindizes, während andere häufig mehr oder weniger einen Börsenindex nachbilden. Für die Nachbildung eines Fonds benötigen Sie aber keinen Fondsmanager. Diese „Tracker-Strategie“ lässt sich kostengünstig mit Zertifikaten oder Exchange Traded Funds (ETF) abbilden. Nur Fondsmanager, die gezielt in einzelne Aktien, Branchen oder Märkte investieren und diese im Vergleichsindex über- oder untergewichten dürfen, können auch den Markt schlagen bzw. eine überdurchschnittliche Anlagerendite erzielen.

Tipp: Recherchieren Sie vor dem Fondskauf auch nach den Erfahrungen des Fondsmanagers. Wie lange managt der Fondsmanager diesen Fonds bereits, welche Fonds hat er zuvor gemanagt und wie haben diese Fonds unter seinen Fittichen abgeschnitten? Gute Hilfestellung bei der Recherche bietet auch das SAUREN Fondsmanager-Rating. Der Dachfondsmanager SAUREN handelt nach dem Motto „Wir investieren nicht in Fonds sondern in Fondsmanager“ und zeichnet Jahr für Jahr die besten Fondsmanager aus.

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Tipp 7: Fondssparen – mit kleinen Beträgen ein Vermögen aufbauen

Auch mit kleinen Beträgen lässt sich ein Vermögen aufbauen. Mit einem Fondssparplan können auch Kleinanleger mit geringen monatlichen Beträgen die Vorteile von Investmentfonds nutzen. Schon mit monatlichen Zahlungen von beispielsweise 50 Euro können Anleger damit breit gestreut in Aktien, Immobilien oder Anleihen anlegen.

Tipp: Fondssparen eignet sich hervorragend zum langfristigen Vermögensaufbau und kann eine wichtige Säule für Ihre private Absicherung fürs Alter sein. Anders als bei staatlich reglementierten Anlageformen wie der Riester- oder Rürup-Rente können Fondssparer jederzeit auf ihr Vermögen zugreifen. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Depotbank auf eine möglichst breite Fondsauswahl. Behalten Sie auch die Kosten im Blick, insbesondere den bei jeder Rate fälligen Ausgabeaufschlag und die Transaktionsgebühren. Empfehlenswerte Angebote wie finanzen.net zero1 bieten eine breite Palette an investierbaren Fonds, die Einrichtung von Sparplänen und den Kauf ohne Ausgabeaufschlag an.

Tipp 8: ETF und ETF-Sparplan – günstige Alternative zu „Managed Funds“

ETF werden immer beliebter. Die Abkürzung steht für „Exchange Traded Fund“. Das Grundprinzip der Indexfonds ist simpel: ETF bilden die Wertentwicklung eines Börsenindex quasi Eins-zu-eins nach. Legt der DAX beispielsweise um zwei Prozent zu, gewinnt auch ein Indexfonds auf den DAX zwei Prozent. Bei einem Rückgang verhält es sich analog. Nach Angaben von Blackrock, dem weltgrößten Vermögensverwalter, sind weltweit mehr als zwei Billionen Dollar in ETF investiert.

Der Grund: Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass nur wenige Fondsmanager auf Dauer eine bessere Wertentwicklung erzielen als der Vergleichsindex. Wozu also gemanagte Fonds kaufen, fragen sich zurecht viele Anleger. Zumal Indexfonds mit vergleichsweise kostengünstigen Gebühren aufwarten: Im Schnitt liegen die laufenden Kosten für ETF nur bei 0,37 Prozent pro Jahr, bei klassischen Aktienfonds sind es hingegen 1,55 %.

Tipp: Für Anleger, die einen einfachen Zugang zu den Kapitalmärkten suchen, ist ein Investment in Exchange Traded Funds eine echte und kostengünstige Alternative zum Fondsinvestment. Ebenso interessant ist ein ETF-Sparplan für Fondssparer, die einen Index Eins-zu-eins abbilden und zugunsten günstiger Gebühren aufs Fondsmanagement verzichten wollen. Auch beim Kauf von ETF-Fonds gilt: Vergleichen Sie die Gebühren Ihrer Depotbank mit günstigen Anbietern. Sparer, die einen ETF-Sparplan ins Auge fassen, sollten darauf achten, dass ihre Depotbank eine breite Auswahl an ETF-Fonds zum Fondssparen anbietet.

ETFs sind eine günstige Alternative zu Investmentfonds. Zum langfristigen Vermögensaufbau eignet sich ein ETF auf den Weltaktienindex MSCI World, zum Beispiel der ComStage MSCI World TRN UCITS ETF, der Lyxor MSCI World UCITS ETF D-EUR (beide ausschüttend) sowie der Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C und der iShares Core MSCI World UCITS ETF (beide thesaurierend). Investieren Sie in den MSCI World, dann beachten Sie aber das Währungsrisiko, da dieser Index in US-Dollar notiert – mehr dazu und zu MSCI World-ETFs erfahren Sie in unserem MSCI World-ETF.

Chance auf mehr Rendite bieten ETFs auf den deutschen Leitindex DAX. Ein besonders günstiger DAX-ETF ist der ComStage DAX® TR UCITS ETF. Auch der Xtrackers DAX Income UCITS ETF 1D überzeugt bezüglich TER mit geringen Gebühren (beide ausschüttend). Unter den thesaurierenden DAX-ETFs empfehlen wir den Xtrackers DAX UCITS ETF 1C und den Lyxor DAX (DR) UCITS ETF – Acc.

Fonds kaufen - das sollten Sie tun

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Investmentfonds eignen sich insbesondere für Sparer, die Ihr Vermögen langfristig anlegen wollen.
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Wer Fonds kaufen möchte, kann dies ganz einfach über seine Hausbank, eine Online-Bank oder über einen Fondsvermittler tun.
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Eröffnen Sie ein Wertpapierdepot, am besten ein Online Depot. Wählen Sie den für sich passenden Fondstyps aus, zum Beispiel Aktienfonds, Rentenfonds oder Mischfonds. Entscheiden Sie sich für ausschüttende oder thesaurierende Fonds.

Beitrag verfasst von:

VOLKER ALTVATER – FINANZEN.NET

Volker Altvater - Senior Business Analyst finanzen.netVolker Altvater ist Senior Business Analyst bei finanzen.net und bereits seit 2014 im Unternehmen. Zuvor war er 16 Jahre lang unternehmerisch tätig, entwickelte konzeptionell mehrere Finanzportale und fungierte unter anderem als Herausgeber einer Börsenpublikation mit rund 70.000 Lesern.

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1Hinweis: finanzen.net zero ist ein Angebot der finanzen.net zero GmbH, einer Tochter der finanzen.net GmbH. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildquelle: Picsfive / Shutterstock.com

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